Mobilität der Zukunft produzieren

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Der Maschinen- und Anlagenbau steht für Innovation und Lösungskompetenz auf dem Gebiet der Mobilität bzw. mobiler Anwendungen. Als Hersteller, Ausrüster und Anwender wird die gesamte Bandreite abgedeckt, was den Maschinenbau zum „Treiber“ der Transformation wie auch von Effizienzsteigerungen bei vorhandenen Lösungen in Verkehr und Logistik macht. Wir liefern die Produktionstechnologien für eine nachhaltige Mobilität und wettbewerbsfähige Arbeitsplätze in Deutschland.

Maschinenbau ist auch Mobilität

Die Antriebe der Zukunft werden vielfältiger. Der Maschinenbau nimmt dabei von der Autoindustrie über Schiff- und Flugzeugbau, Bau- und Landmaschinen bis hin zu Transportsystemen in der Logistik eine Schlüsselposition ein. Technologisch liegen die Herausforderungen jeweils eng beieinander. Dies sind insbesondere die Digitalisierung, Autonomisierung, Infrastruktur (5G), Dekarbonisierung, die Kreislaufwirtschaft und natürlich der Wandel der Antriebstechnologien.

 

Wandel braucht Neutralität

Der Antrieb im Wandel setzt Technologieneutralität voraus. Entscheidend ist, dass die Art des Antriebes der Anwendung folgt, d.h. der Einsatzort bestimmt darüber, ob ein Fahrzeug oder eine Maschine künftig am besten mit Batterien, Brennstoffzelle bzw. Wasserstoff oder E-Fuels betrieben wird. E-Fuels bspw. sind für den Luft- und Schiffsverkehr sowie für viele mobile Arbeitsmaschinen in der Land- und Bauwirtschaft künftig alternativlos.

Vernetzte und autonome Mobilität

Für die Mobilität der Zukunft ist mehr als die Antriebsart entscheidend. Auch die Konnektivität mobiler Arbeitsmaschinen und deren Autonomie ist ein zentrales Thema. Sie können Vorreiter und Labor späterer Übertragungen auf den öffentlichen oder individuellen Verkehr sein. Basis dieser Konnektivität sind Kommunikationstechnologien wie 5G oder WiFi 6, aber auch die Rechner- und Speicherleistung in den Fahrzeugen und in den Cloud-Infrastrukturen. Der Umgang mit Daten rückt in den Fokus künftiger Mobilität.

Wussten Sie, dass rund acht Milliarden Euro nominal investiertes Kapital in Maschinen und Anlagen für den Antriebsstrang notwendig sind, um die in Europa in 2040 zu erwartenden rund 1,4 Millionen Brennstoffzellen-Autos zu bauen?

„35c“ stellt Weichen

Im Zukunftspaket der Bundesregierung sind unter der Ziffer 35c Fördermaßnahmen neuer Technologien, Verfahren und Anlagen vorgesehen. Forschung und Entwicklung vor allem der Fahrzeughersteller und der Zulieferindustrie sollen mit insgesamt zwei Milliarden Euro unterstützt werden. Die Produktion hat als Bindeglied zwischen Forschung und industrieller Anwendung höchste Bedeutung: Skalierung und Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Antriebstechnologien basieren auf Produktionstechnologien (so z.B. auch bei der Herstellung von Batterien und Brennstoffzellen). Es ist sicherzustellen, dass die Förderung möglichst breit, vorwettbewerblich und industrierelevant aufgestellt wird. Die unbürokratische Integration der mittelständischen Industrie muss das Leitmotiv sein. Die Diffusion der Ergebnisse ist idealerweise durch eine Transferplattform sicherzustellen. Der VDMA bietet an, sich hier mit seiner Expertise und seinem vorhandenen Industrie- und Innovationsnetzwerk zur Verfügung zu stellen. Die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) ist ein vorhandenes sowie effizientes und erfolgreiches Instrument, dieses gilt es verstärkt zu nutzen.

Mittel wirksam einsetzen

Das Konjunkturpaket der Bundesregierung kann einen Innovationsschub auslösen und Investitionen ankurbeln, auch und gerade im Mobilitätssektor. Debatten über „Beteiligungsgesellschaften“ weisen einen falschen Weg. Wer Liquidität sichern und Wettbewerbsfähigkeit erhöhen will, muss bei der Erweiterung des steuerlichen Verlustrücktrags, der Ausweitung der steuerlichen Forschungsförderung sowie der dauerhaften Einführung der degressiven AfA ansetzen. Ziel muss es sein, die Volkswirtschaft als Ganzes langfristig auf einen höheren Wachstumspfad zu bringen Zu Beginn der Wertschöpfungskette zu investieren, ist viel effizienter und nachhaltiger als am Ende anzusetzen.

Fazit

So komplex die Themen sind, so eindeutig muss das Prinzip der Technologieneutralität gelten. Förderprogramme sollten dem Dreiklang aus Breitenwirksamkeit, Vorwettbewerblichkeit und Industrierelevanz folgen. Die Politik muss den ordnungspolitischen Rahmen verlässlich und transparent setzen, dann können unsere Unternehmen das tun, was sie am besten können: Die Mobilität der Zukunft produzieren.

Kontakt

Hartmut Rauen, Stellvertretender VDMA-Hauptgeschäftsführer,
Telefon +49 69 6603-1331, E-Mail: hartmut.rauen@vdma.org

Andreas Rade, Geschäftsführer VDMA-Hauptstadtbüro,
Telefon +49 30 306946-16, E-Mail: andreas.rade@vdma.org

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