VDMA setzt Investitionsförderung für Medizintechnik durch

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Die Entscheidung des Corona-Kabinetts, den Aufbau und Ausbau der Produktion medizinischer Schutzausrüstung zu fördern, ist aus Sicht des VDMA ein wichtiges Investitionssignal.

Anstatt dass einzelne Ressorts nur an bestimmte Unternehmen Aufträge zur Herstellung dringend benötigter Schutzausrüstung verteilen, hat die Bundesregierung entschieden, die Beschaffung auf nationaler und europäischer Ebene durch einen mehrere Ressorts umfassenden Arbeitsstab sicherzustellen. „Die Aufgabe des Arbeitsstabes besteht vorrangig in der Ermöglichung und Förderung von privatwirtschaftlichen Investitionen in Produktionskapazitäten“, heißt es in einer offiziellen Erklärung. Dem Arbeitsstab, den das Bundeswirtschaftsministerium leitet, werden zudem die Ressorts für Gesundheit, der Finanzen, für Arbeit und Soziales sowie das Bundeskanzleramt angehören.

Mit der Gründung des Arbeitsstabs erfüllt die Bundesregierung eine wichtige Forderung des VDMA, der auf eine engere Absprache bei der Förderung der Produktion von Medizinprodukten gedrängt hat. VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann warnte jüngst in einem Schreiben an das Bundeswirtschaftsministerium davor, mit der Ausschreibung nur einzelner Produktteile nicht den gewünschten Effekt zu erzielen, nämlich die ausreichende Versorgung mit medizinischer Schutzausrüstung zu gewährleisten. „Nur die Sicherstellung der gesamten Wertschöpfungs- und Lieferketten inklusive Abnahmegarantieren für einen längeren Zeitraum können die bisherige fast vollständige Abhängigkeit von Importen durchbrechen und im Rahmen der nationalen und europäischen Vorsorge möglichen Beschränkungen des Warenverkehrs entgegenwirken“, so der Hinweis des VDMA-Hauptgeschäftsführer.