VDMA: US-Zollerhöhung setzt fatales Signal

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Im Kampf gegen die Corona-Krise müssten Handelshürden abgebaut werden. Die Erhöhung der US-Zölle auf Flugzeugimporte setzten das völlig falsche Signal.

Zur Erhöhung der US-Zölle auf Flugzeugimporte aus der EU erklärt Ulrich Ackermann, Abteilungsleiter Außenwirtschaft im VDMA:

„Die Erhöhung der US-Zölle auf Flugzeugimporte aus der EU setzt ein fatales Signal, auch wenn sie durch den Schiedsspruch der Welthandelsorganisation (WTO) wegen Airbus-Subventionen gedeckt ist. Um aus der lähmenden Corona-Krise herauszukommen müssen die Handelshürden abgebaut und nicht weiter aufgebaut werden. Insoweit setzt US-Präsident Trump wieder einmal ein völlig falsches Zeichen.

 

"Um aus der lähmenden Corona-Krise herauszukommen müssen die Handelshürden abgebaut und nicht weiter aufgebaut werden."

Die Chance für einen konstruktiven Kurs zur Lösung der transatlantischen Handelsprobleme wurde erst einmal vertan. Denn in wenigen Wochen wird auch die Europäische Union WTO-konform Strafzölle auf Boeing-Flugzeuge erheben dürfen. Ein gutes Signal der Entspannung im transatlantischen Verhältnis wäre dagegen ein Abkommen, das bilateral die Staatshilfen für die zivile Flugzeugindustrie grundsätzlich regelt.“