Europas Kraft entfalten

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Der Maschinen- und Anlagenbau hat als exportorientierte Industrie von der wirtschaftlichen und politischen Einigung Europas profitiert wie kaum eine zweite. Zusammenarbeit über europäische Grenzen hinweg ist im Maschinenbau tägliche Realität. Deswegen bauen der europäische Maschinenbau und seine drei Millionen Beschäftigten auf eine starke Europäische Union. Eine einheitliche und starke EU ist Europas einzige Chance, sich in einer globalisierten Welt zu behaupten!

VDMA-Kampagne für die Europawahl

Die EU ist nicht perfekt. Das europäische Projekt steht unter enormem Druck und die anstehende Wahl zum Europäischen Parlament ist eine grundlegende. Es ist jetzt die Zeit für eine leidenschaftliche Debatte über den künftigen Weg der EU! Es geht darum, die Menschen zu berühren und sie zu motivieren, sich an den Wahlen zu beteiligen. Der VDMA will dazu beitragen und ruft mit der Kampagne „Go Vote – Maschinenbau wählt Europa“ seine Mitgliedsunternehmen und deren Belegschaften auf, sich aktiv an der Diskussion über Europa zu beteiligen und am 26. Mai zur Wahl zu gehen.

Oberste Priorität Industriepolitik

Die Industrie war nicht nur ein Grund für die Geburt der EU, sondern ist nach wie vor eine der großen Stärken Europas. Sie sichert den Wohlstand von Millionen Europäern und liefert Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen. Aktuell findet eine Transformationsphase statt: Digitalisierung, Klimawandel und Verwerfungen im internationalen Handel fordern die europäische Industrie heraus. Eine ausgewogene Industriepolitik, die den Wettbewerb stärkt und die richtigen Rahmenbedingungen für diese Transformation setzt, muss oberste Priorität der nächsten EU-Kommission sein.

Neuer Schub für den Binnenmarkt

Der Binnenmarkt ist der Heimatmarkt des Maschinenbaus. Rund 35 Prozent aller Umsätze erzielen europäische Maschinenbauer durch Exporte in ein anderes EU-Land. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen profitieren von gemeinsamen Regeln. Der Binnenmarkt ist die Grundlage für eine breit aufgestellte Industrie und damit Kernelement jeder vernünftigen Industriepolitik. Die letzten Jahre zeigen, dass gerade in einigen Mitgliedstaaten der EU der Binnenmarkt eher zurück- als ausgebaut wird. Weitgehende Meldepflichten und Bürokratie bei der grenzüberschreitenden Entsendung von Arbeitnehmern sind ein Beispiel hierfür. Der Binnenmarkt braucht neuen Schub, die einheitliche Durchsetzung bestehender Freiheiten ist dringend notwendig.

Wussten Sie, dass von den über 3200 mittelständischen Mitgliedsunternehmen des VDMA 149 ihren Firmensitz in Ländern der Europäischen Union und weitere 38 im europäischen Ausland haben? (Stand 4. April 2019)

Protektionismus eine Absage erteilen

Freier Handel ist entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen – und für die Zukunft des Produktionsstandorts Europa. Die Exportquote des Maschinenbaus beträgt annähernd 80 Prozent, rund die Hälfte aller Ausfuhren gehen in Länder außerhalb der EU. In einer komplexer werdenden Welt erscheint manchen die Abschottung als einfachste Lösung. Doch langfristig bedeutet Protektionismus Isolation. Globalisierung lässt sich nicht aufhalten, aber gestalten – damit sie Bürgern und Unternehmen nutzt. Kein Mitgliedsstaat für sich alleine, sondern nur die EU als Ganzes, hat das politische Gewicht, um Wirtschaftsmächten wie den USA oder China selbstbewusst gegenüber zu treten. Die nächste EU-Kommission muss eine offensive Handelsstrategie verfolgen, die dem Protektionismus eine Absage erteilt und aktiv neue Märkte erschließt.

EU-Rahmen für die Digitalisierung

Die Digitalisierung verändert Europa. Industrie 4.0 und Künstliche Intelligenz können das Leben der Bürger bereichern und Arbeitsplätze schaffen. Vier von fünf der europäischen Firmen berichten von einer verbesserten strategischen Positionierung durch digitale Technologien. Innovationen entstehen in der Industrie – die EU kann dafür den richtigen Rahmen schaffen. Neben einer zielgerichteten Forschungs- und Innovationspolitik gehört dazu der Schutz vor Cyber-Attacken und Datenmissbrauch. Gleichzeitig muss den Unternehmen Freiheit zur Entwicklung gelassen werden.

Nachhaltig mit Marktinstrumenten

Gerade mittelständische Unternehmen sind bereit, Verantwortung für Klima, Umwelt und Gesellschaft zu übernehmen. Technologie ist der Schlüssel, den
Lebensstandard in Europa zu verbessern. Der Umsatz mit Umweltschutzgütern und -leistungen beträgt allein im deutschen Maschinenbau knapp 27 Milliarden Euro im Jahr. Für die Verbreitung dieser brauchen Unternehmen die richtigen Voraussetzungen. Eine auf offene, marktgetriebene und digitalgestützte Lösungen setzende Industrie ist dafür der richtige Weg.

Fazit

Die EU ist nicht nur Garant für Frieden und Wohlstand in Europa, sondern auch die einzige Chance, sich in einer globalisierten Welt zu behaupten. Die Wahlen entscheiden darüber, in welche Richtung die EU gehen wird. Der Maschinenbau steht für ein starkes Europa und setzt sich dafür ein, dass die nächste EU-Kommission die Stärkung der Industrie zur Priorität macht.

Kontakt

Holger Kunze, Geschäftsführer European Office,
Telefon +32 2 7068-8123, E-Mail holger.kunze@vdma.org
Andreas Rade, Geschäftsführer VDMA Hauptstadtbüro,
Telefon +49 30 306946-16, E-Mail andreas.rade@vdma.org

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