VDMA kritisiert grünen Vorschlag zur Forschungsförderung

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Die Grünen haben einen Gesetzentwurf zur steuerlichen Forschungsförderung im Deutschen Bundestag eingebracht, der nach Ansicht des stellvertretenden VDMA-Hauptgeschäftsführers Hartmut Rauen dem industriellen Mittelstand wenig nützen würde.

„Der Vorschlag der Grünen ist gut, weil er die Notwendigkeit einer steuerlichen Forschungsförderung unterstreicht. In der Sache reicht der Antrag der Grünen aber bei weitem nicht aus“, urteilt der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Hartmut Rauen über den Vorstoß. Seine Begründung: Die Grünen würden sich nur auf die Unternehmen bis 249 Mitarbeiter fokussieren. Die eigentliche Förderlücke bekämen aber größere Mittelständler mit 250 bis 3.000 Beschäftigten zu spüren. Hartmut Rauen kritisiert: „Der besonders leistungsfähige industrielle Mittelstand, der maßgeblich zu Wertschöpfung und Arbeitsplätzen in Deutschland beiträgt, fällt durch das grüne Raster durch.“

Rauens Kritik beruht auf den Ergebnissen einer Studie des ZEW, nach der sich offensichtlich Midrange Companies mit dem Problem mangelnder Passfähigkeit der bestehenden Forschungsförderinstrumente konfrontiert sehen. Große Verbundvorhaben des Bundes und der EU passen häufig nicht in die Planungswelten dieser Unternehmen. Klassische Förderangebote für KMU stehen solchen Unternehmen wiederum nur eingeschränkt offen. „Für dieses „Förder-Dilemma“ von Midrange Companies finden sich im Maschinen- und Anlagenbau – und sicher nicht nur dort – mannigfache Beispiele“, sagt Rauen.