Für Chancen durch Investitionen und wettbewerbsfähige Steuerpolitik

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Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau ist in den Regionen fest verwurzelt und gleichzeitig weltweit erfolgreich. Grundlage dafür sind hohe Aufwendungen der Unternehmen für Forschung und Entwicklung und investitionsfördernde Rahmenbedingungen des Staates. Entscheidend ist eine international wettbewerbsfreundliche Steuer- und Abgabenlast.

In drei der vier wichtigsten Märkte für den Maschinen- und Anlagenbau werden Unternehmensteuerreformen mit weitreichenden Entlastungen diskutiert. So in den USA, aber u.a. auch in Großbritannien im Rahmen der Brexit-Entscheidung. Deutschland muss hierauf schnell und konsequent mit wettbewerbsfähigen Steuersätzen und Strukturreformen reagieren.

Die neue Bundesregierung muss den enormen Aufgaben gerecht werden, die gerade der industrielle Mittelstand mit hohen Investitionen und Risiken zu tragen hat. Digitalisierung, Klimawandel, innovative Antriebstechnologien im Verkehr oder neue globale Wettbewerber sind nur einige Stichworte, aus denen wir Chancen entwickeln wollen.

Wir fordern daher konkret:

  • Die finanzielle Ausstattung der industriellen Gemeinschaftsforschung ist zu erhöhen, die breitenwirksame Verbundforschung braucht Stabilität. Die Einführung einer steuerlichen Forschungsförderung für alle Unternehmen ohne Beschränkung nach Umsatz oder Mitarbeiterzahlen ist eine dringende und überfällige Ergänzung.
  • Die Abschreibungssystematik muss an die industrielle Realität in Zeiten von Industrie 4.0 angepasst werden. Eine degressive Abschreibung kann die technische Halbwertszeit modernster Maschinen angemessen abbilden.
  • Die Industrie ist bei der Auswahl der Länder, mit welchen Doppelbesteuerungsabkommen verhandelt werden, zu beteiligen. Ebenso sollte die Erfahrung der Unternehmen jeweils vor Aufnahme von Verhandlungen einbezogen werden.