Für Chancen durch Welthandel und Handelsverträge

Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau und seine rund eine Million Beschäftigten leben vom freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen und Personen. Fast 80 Prozent der Produkte gehen ins Ausland, weil sie durch Qualität überzeugen. Sechs von zehn Arbeitsplätzen sind vom Auslandsgeschäft abhängig, Tendenz steigend.

In Zeiten zunehmender ökonomischer Abschottung von Staaten haben Freihandelsabkommen wie CETA, mit Indien oder Mercosur für die Investitionsgüterindustrie eine hohe Bedeutung. Es sind gerade mittelständische Unternehmen, die durch den Abbau von Zöllen und technischen Handelsbarrieren mangels eigener lokaler Produktionsstätten profitieren.

Die neue Bundesregierung muss sich zur starken Position Deutschlands im Außenhandel nach innen und außen bekennen. Dafür benötigen wir eine echte Außenwirtschaftspolitik, die konsequent die Aktivitäten deutscher Unternehmen im Ausland unterstützt und sich dabei stets an den Belangen des Mittelstandes orientiert.

Wir fordern daher konkret:

  • Der bürokratische Aufwand bei der Ausfuhr von Maschinen ist zu senken. Das gilt insbesondere für die oft nicht nachvollziehbare Verweigerung der Abfertigung von beschränkungsfreien Exporten. Geschäfte mit Ersatzteilen und Einzelanfertigungen werden damit zunehmend unrentabel.  
  • Die Vorschläge für ein unkompliziertes Angebot an Exportfinanzierungen für Auftragswerte unter fünf Million Euro sind schnellstmöglich umzusetzen. Vielen kleinen und mittleren Unternehmen würden mit diesen „Small Ticket“-Lösungen Geschäfte im Ausland erst ermöglicht.
  • Das Ausländergesetz ist an das „lebenslange Lernen“ und die Qualifizierung in Schwellenländern anzupassen. Der aufwändige bzw. unmögliche Zugang zu Visa für mehr als dreimonatige Fortbildungen von Mitarbeitern ausländischer Tochterunternehmen verhindert deren Qualifizierung und Entwicklungsmöglichkeiten.